S3 - Musizieren mit Schulklassen – Praxis • Konzepte • Perspektiven

S3 - Musizieren mit Schulklassen – Praxis • Konzepte • Perspektiven

Art.Nr.: DMP-Sonderheft III

Gewicht: 0.3900 KG

13,50 EUR

incl. 7 % USt  

Produktbeschreibung

Vorwort - Teil I
Mit dieser Schrift legt Diskussion Musikpädagogik ihr drittes Sonderheft vor. Nach der Dokumentation des Kongresses der Musiktheaterpädagogik im November 2008 (S1) und dem Tagungsband zum Symposium „Musikvermittlung – Konzertpädagogik in Detmold“ – im selben Monat ( S2) stellt unsere Zeitschrift gemeinsam mit dem Bundesverband des AfS 22 Beiträge vor, die das Thema des Lübecker Kongresses im September vorbereiten sollen.
Die Vielfalt und die Unterschiedlichkeit der Themen versprechen einen spannenden und hoffentlich auch streitbaren Kongress mit vielen praktischen Beispielen, mit Reflexionen und Kritik.
Die Ausrichtung des Schulfaches Musik und die Musikpädagogik werden in der letzten Zeit von drei gewichtigen Themen bestimmt. Als das  inzwischen weit verbreitete und vielerorts in Erprobung begriffene innerschulische Gebiet kann das Instrumentalspiel, der Instrumentalunterricht und das Klassenmusizieren in vielen Formen und mit unterschiedlichen Zielen gelten. Das musikpädagogische Thema, das weit über die schulische Beschäftigung mit Musik hinausgreift, kann man im Begriff „Musikvermittlung“ zusammenfassen. Es hat seine umfassende Bedeutung aus unterschiedlichen Gründen und Begründungen erlangt. Ihre Ausprägungen reichen von Kinderkonzerten in vielen Formen, über die Musikvermittlung für erwachsene Laien bis zu Maßnahmen des Marketing und des Konzertmanagement. Das dritte Gebiet betrifft den Spagat und den Gegensatz zwischen der Praxis des Unterrichts, welche sich immer mehr auf die Praxis des „Musikmachens“ zurückzieht, und die wissenschaftliche Musikpädagogik, die entweder mit sich selbst zufrieden ist, oder die von denen, die sich mit ihr beschäftigen sollten, kaum zur Kenntnis genommen oder gar für überflüssig gehalten wird.
Alle drei Bereiche warten mit vielen Fragen und mit Handlungsbedarf auf.
Der erste der genannten musikpädagogischen Bereiche ist sowohl das Thema des AfS-Kongresses als auch der Beiträge in diesem Sonderheft, das herauszugeben und zu betreuen Diskussion Musikpädagogik zusammen mit Jürgen Terhag, dem Bundesvorsitzenden des AfS, gerne übernommen hat. Der Verband gibt auf diese Weise seinen Mitgliedern und den Kongressteilnehmern die Möglichkeit zu einer umfassenden Auseinandersetzung. Die Herausgeber der Zeitschrift sind froh, dass sie mit diesem Sonderheft dazu beitragen können, die ohnehin streitbare Diskussion über das Thema des Klassenmusizierens und des Instrumentalunterrichts im Musikunterricht weiterbringen zu können.
Wie immer freuen wir uns über Stellungnahmen, Kritik und Vorschläge unserer Leser und hoffen, auf diese Weise dem Titel unserer Zeitschrift gerecht werden zu können.


Christoph Richter

Vorwort - Teil II
Als der Bundesvorstand des Arbeitskreises für Schulmusik (AfS) sich dazu entschloss, anlässlich seines diesjährigen Bundeskongresses in Lübeck die Herausgeber von Diskussion Musikpädagogik um die Herausgabe der vorliegenden Sonderausgabe zu bitten, hätte niemand von den Beteiligten gedacht, dass diese Initiative eine derart große Resonanz in der Fachöffentlichkeit hervorrufen würde: So enthält dieses Themenheft über zwanzig Beiträge von namhaften Kolleginnen und Kollegen aus sämtlichen Bereichen schulischer Musikpädagogik. Das kann als Zeichen dafür gewertet werden, dass es zum Thema des AfS-Bundeskongresses „Musizieren mit Schulklassen – Praxis • Konzepte • Perspektiven“ viel Wichtiges zu sagen gibt. Aus diesem Grund habe ich in meinem einleitenden Beitrag betont, dass dieses Thema durchaus an das Selbstverständnis unseres Faches rührt.
Zur Genese dieser Sonderausgabe: Alle Autorinnen und Autoren des vorliegenden Heftes erhielten vorab meinen zu diesem Zweck bewusst polarisierenden und zugegebenermaßen auch ein wenig plakativen Einleitungsbeitrag zum „Abarbeiten“ per Email. So entstanden auf allen digitalen und analogen Ebenen Diskussionen und konstruktive Streitgespräche, deren anregende, belebende und verstörende Facetten dieses Heft widerspiegelt. Ich danke allen Autorinnen und Autoren dafür, dass sie sich zum Thema unseres diesjährigen Bundeskongresses ihre Gedanken gemacht und diese zu Papier gebracht haben.
Dieses Heft wird in einer außergewöhnlich hohen Auflage gedruckt und allen AfS-Mitgliedern und Kongressbesuchern kostenlos zur Verfügung gestellt. Mit dieser hohen Verbreitung möchten wir nicht zuletzt die praktizierenden Lehrerinnen und Lehrern davon überzeugen, dass die systematische Beschäftigung mit musikpädagogischen Themen nicht – wie im landläufigen Vorurteil immer wieder gern geäußert – im elfenbeinernen Turm stattfindet, sondern sich auch mit Themen des Unterrichtsalltags auseinandersetzt und den schwierigen Berufsalltag sogar unterstützen und verbessern kann. So hoffen wir, dass die hier zusammengestellten Beiträge bereits im Vorfeld des Lübecker AfS-Kongresses ein Thema näher beleuchten, das nach Überzeugung vieler „Praktiker“ und „Theoretiker“ eine zentrale, aber gut in die gesamte Breite des Musikunterrichts integrierte Facette des von uns vertretenen Schulfachs darstellen sollte.
Wer mehr zum Heftthema erfahren möchte ist herzlich dazu eingeladen, den Lübecker Bundeskongress im September zu besuchen, der übrigens der letzte AfS-Bundeskongress der Geschichte sein wird, so wie wir im letzten Jahr gemeinsam die letzte Bundesschulmusikwoche in der Geschichte der deutschen Musikpädagogik erleben konnten: Ab dem Jahr 2012 wird es den von AfS und VDS gemeinsam geplanten und durchgeführten „Bundeskongress Musikunterricht“ geben. Der erste Kongress dieser Reihe wird unter dem programmatischen Titel „Zukunft gemeinsam gestalten: Bildung – Musik – Kultur“ im September 2012 in Weimar stattfinden.
Nochmals meinen herzlichen Dank an die zahlreichen Autorinnen und Autoren dieses Sonderhefts!


Jürgen Terhag

Heftartikel
Jürgen Terhag: Gelingendes Klassenmusizieren zwischen JeKi und Adorno – Ein Kongressthema rührt an das Selbstverständnis des Schulfachs Musik / Michael Pabst-Krueger: Musizieren mit Schulklassen im Mittelpunkt des Musikunterrichts – Begründungen und Konsequenzen für die Musiklehrerbildung / Werner Jank: Musikalisches Handeln als Leitdisziplin des Musikunterrichts / Frauke Heß: Spiel, Spaß und Spannung – oder: Was Jugendliche vom Musikunterricht erwarten / Anne Niessen: „Kein Wert an sich“ – Wie Schülerinnen und Schüler Klassenmusizieren erleben / Meinhard Ansohn: ... das haben wir selber gespielt! - Klassenmusizieren – eine klingende Lernwerkstatt / Michael Fromm: 1stClassRock - die Bandklasse – Ein offenes Musikklassenkonzept / Christiane Jasper: Nur graue Theorie? – Kleine Blitzlichter für die Praxis / Christopher Wallbaum: 70-50 % Musizierpraxis Pflicht – Ein Kurzkommentar zum sächsischen Lehrplan / Ortwin Nimczik: Zum Studienfeld Klassenmusizieren – Grooven und singen lässt sich nicht zwingen – Klassenmusizieren und Schulzwang / Christoph Schönherr: Phänomenorientierung als Weg zu sinnerfülltem Klassenmusizieren / Hermann J. Kaiser: Konstitutive Bedingungen Verständiger Musikpraxis in der Schule / Heinrich Klingmann: „[…]: dein einziges, dein höchstes Ziel ist gesunken –“  – oder: Ist es notwendig, mit der musikalisch-pädagogischen Praxis die Theoriebrille zu wechseln? / Wolfgang Martin Stroh: Kulturerschließendes Klassenmusizieren und interkultureller Musikunterricht / Stefan Gies: Kann denn Werkeln Sünde sein? – Über das Bildende des  Klassenmusizierens / Thomas Ott: Wiederkehr des Immergleichen? – Gegen die „neomusische“ Interpretation des Klassenmusizierens / Klaus Ernst: Kestenberg und die Geschichte des Klassenmusizierens – Beobachtungen und Überlegungen / Christoph Richter: „Instrumentalunterricht für alle“ oder „Klassenmusizieren“ – ein Ersatz für den allgemeinbildenden Musikunterricht? / Dorothee Barth: Theorie für die Praxis?! / Christian Rolle: Sprecht miteinander! – Reden über Musik ist nicht das Andere des Klassenmusizierens / Marianne Steffen-Wittek: Grooven und singen lässt sich nicht zwingen – Klassenmusizieren und Schulzwang / Christoph Khittl: „Ich dachte wir lernen Lieder“ – Musik erscheinen lassen als Aufgabe von Musikunterricht (auch beim Klassenmusizieren)
Sofort versandfähig, ausreichende Stückzahl
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